Samstag, 6. September 2008

Piratenpartei unterstützt Anti-GEMA-Aktion

Johannes Kreidler ist ein Name, den man sich merken sollte. Der junge Künstler fordert eine Institution heraus: Am 12. September 2008 wird er in Berlin bei der "Musikverwertungsgesellschaft" GEMA ein Musikstück anmelden, das er aus 70.200 Samples anderer Stücke komponiert hat.

Christian Hufgard, stellvertretender Vorsitzender der hessischen PIRATEN, findet diese Kunstaktion großartig: "Ein Musikstück aus 70.200 Samples zu kreieren und dies anzumelden hinterfragt auf sehr anschauliche Art und Weise das Konstrukt der 'Schöpfungshöhe', ab der ein Künstler Monopolansprüche auf Informationen erheben kann. Schließlich wird hier nicht das Darbieten der Musik geschützt, sondern die logische Information, in der sie repräsentiert wird."
Die Piratenpartei wird Kreidler bei der Übergabe der 70.200 Einzelnachweise an die GEMA tatkräftig unterstützen und durch ein Interview, das Dienstag auf dem Informationsportal Musik.klarmachen-zum-Aendern.de erscheinen wird, weitere Aufmerksamkeit auf die Urheberrechtsproblematik und den jungen Künstler lenken. (openpr)

1 Kommentar:

Christoph Brodesser hat gesagt…

Mit der Unterstützung der Anti-GEMA-Aktion hat sich für mich die Piratenpartei selbst erledigt! Sollen Komponisten und Textdichter künftig ausschließlich von Hartz 4 leben müssen?
Schade - ich fand verschiedene Ansätze der Piraten unterstützenswert; das ist nun Geschichte!